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0004. Skvo:
« Beispiel der Arbeit an den ausweglosen Zuständen ».
Ich bin sicher, dass jeder
Anfänger im Laufe des Kampfes mit
Verdüsterungen sich mit solchem Zustand konfrontieren muss, in dem es keine Wünsche gibt. Und wenn es einige schon gebe, bleibt der Wunsch
sie zu realisieren aus. Die Gerichtetheit fehlt, ein unbestimmter grauer
Zustand füllt mit sich alles aus. Dieser Zustand
ist auch dadurch gekennzeichnet, dass sogar das „Alte“, was früher
interessant war, nicht mehr anzieht, da die Illusion seiner Attraktivität schon
bloßgestellt ist, und die alte Gewohnheit, selbstlos in den Stumpfsinn zu
versinken, in bedeutendem Maße beseitigt wurde. Und dann kommt das
Schweben zwischen Himmel und Erde heraus. Man füllt sich, als ob man ins
Vakuum hingeraten ist, wohin gar nichts eindringt – keine Wunsche, keine
Interessen, kein Streben.
Das Erste, was man in
diesem anscheinend ausweglosem Zustand begreifen muss, ist das, dass man daran
arbeiten kann, und wenn man auch nicht in der Lage ist, etwas zu ändern,
kann man anfangen, sich selbst in diesem Zustand des „Nichts-Geschehens“ zu
studieren. Er ist nicht etwas Beständiges und Unabhängiges von deinen
Anstrengungen. Man kann sich auch zu dieser Situation konstruktiv verhalten,
und gerade darin besteht die Makellosigkeit: Wenn es kein Streben gibt, kann
man trotzdem die Anstrengungen weiter in der Richtung unternehmen, in der man
sie unternehmen wollte, wenn die Gerichtetheit vorhanden war, und auch dann,
wenn man das Gefühl hat, alle Anstrengungen verlaufen im Sande und es
keine Resultate gibt.
Das Studium des
Zustandes der totalen Fadheit ist ein kleiner Schritt, aber trotzdem ist es ein
Schritt zu Befreiung. Man könnte mit dem Klassifizieren dieses Zustandes
beginnen, ihn in seine Komponenten zerlegen, beobachten, wie er sich je nach
der Aktion ändert. Im Laufe dieser Tätigkeit beginnt sich alles
unverzüglich zu ändern, und selbst wenn man nur Andeutungen auf
Ansatzpunkte findet, fällt man über sie her und bringt sie ans Licht.
Hier gebe ich ein Beispiel dafür, was ich täglich unternahm, bis alle
Werte meines Zustands von null auf die Niveau aufstiegen, wo ich wieder
Gerichtetheit und freudige Wünsche erfuhr, und schon aus diesen EW heraus
mit Ausführung meiner gewöhnlichen Praktiken begann.
Ausgangszustand:
- Erlebnis der Gerichtetheit fehlt.
- Keine Lust, sich mit der Praktik zu
beschäftigen.
- Eine Reihe chronischer Beunruhigungen,
anderer NE.
- Ununterbrochene chaotische Ablenkungen.
- Wiedererlangung der Aufmerksamkeit unter
chaotischen Ablenkungen erfolgt nur mühsam.
- EW zu erleben ist nahezu unmöglich.
- Körperliche Aktivität ist auf
normalem Niveau.
- Ich bin mir dessen kaum bewusst, was und wozu
ich mache - ein ununterbrochener Automatismus der Aktionen.
- NE werden nur mühsam beseitigt.
Identifizierung mit Wehmut, Selbstmitleid. Zum Vorschein kommen Gedanken
über das eigene Versagen im Praktizieren.
- Negative Einstellungen werden gar nicht
beseitig, weil sie als Hintergrund vorhanden sind und nicht als negative
wahrgenommen werden.
- Es gibt keinen körperlichen Erlebnissen.
- Unterhaltungslust fehlt.
- Die Welt wird blass und fade empfunden.
- Kein Glauben an die eigenen Kräfte.
Maßnahmen:
- Kontinuierliche Aufmerksamkeit auf Anwesenheit negativer
Emotionen. Stetige Anstrengungen zur
Beseitigung von allem, dass mindestens eine entfernte Ähnlichkeit an NE
hat.
- Sehen niemandem in die Augen (fürs erste – im Laufe
von drei Tagen).
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- Voller Verzicht auf Sex, geschweige Orgasmen.
- Studium chaotischer Ablenkungen. Schriftliche
Fixierung entstehenden Gedanken mit nachfolgender Analyse ihrer Thematik –
täglich einer Stunde.
- Auffindung sich ausprägenden
Beunruhigungen, Aufstellung ihrer vollen Liste.
- Studium der Konzeptionen, die den chronischen
Beunruhigungen zugrunde liegen – täglich eine Stunde.
- Körperliche Belastung: Yoga, Jogging und
Wanderungen im Wald.
- Maximale Einschränkung im Essen,
einschließlich vollständiger Verzicht auf Fleischgerichte.
- Trainieren der Anstrengung zur
Wiedererlangung der Aufmerksamkeit von den gewählten Objekten –
täglich eine Stunde.
- Wiedererlangung der Aufmerksamkeit von den
chaotischen Ablenkungen im Laufe des Tages.
- Analyse des Denkprozesses – entweder gibt es
eine produktive Gedankenfolge (ich kann, zum Beispiel, Konzeptionen
analysieren), oder ein automatisches Wiederkäuen von
gedanklichen Abbilder und Situationen findet statt.
Tagesbilanz:
*) Ich befinde mich
nahezu ständig in NE, bevorzuge aber in sie zu versinken, mich an ihnen zu
berauschen, und nicht zu beseitigen: Beunruhigung, Eifersucht, Selbstmitleid,
Trauer, Entfremdung, Minderwertigkeitskomplex.
*) Wenn ich leide
(also, empfinde NE), fange ich an dessen Mängel auszusuchen, die mein
Leiden „erzeugt“ haben, trotz dem, dass ich sehr gut weiß, dass meine NE
von niemandem „erzeugt“ werden können. Das ist durchaus meine Wahl, sie
aus Gewohnheit oder aus Konzeptionen zu empfinden. Das macht mir sogar
Spaß, die schwache Stelle dieses Menschen zu finden und darüber
nachzudenken, anstatt eigene NE zu berücksichtigen und mich mit ihrer
direkten Beseitigung zu beschäftigen.
*) Bewusstwerden der
Notwendigkeit, ganz zum Anfang zurückzukehren – zur Praktik der
NE-Beseitigung, und sich hauptsächlich nur auf diese operative Arbeit zu
konzentrieren. Ich bin unfähig, einige NE sofort zu beseitigen, und ich
schäme mich, sogar sich selbst (geschweige noch jemandem) es zu gestehen,
dass ich in eine Verdüsterung verfallen bin.
*) Die Praktik,
keinem in die Augen zu schauen, lässt mich ständig das Praktizieren
im Kopf halten, und nicht damit anfangen, mich auf die verdüsterte
Zustände anderer Leute abzustimmen, außerdem wird die Aufmerksamkeit
nicht durch Gewinnung der Eindrücke von Beobachtung anderer, sowie durch
Aufrechterhaltung des ID darüber, was die anderen über mich denken, abgelenkt.
*) Anhalten der
Realisierung sexueller Wünsche führt zur allgemeinen Steigerung der
Wünschensintensität und unter anderem der Intensität der
Wünschen, NE und Konzeptionen zu bekämpfen.
*) Aufrichtiges
Bewusstwerden der Notwendigkeit, alles ganz vom Anfang zu beginnen, d.h. mich
hauptsächlich auf Beseitigung negativer Emotionen zu konzentrieren,
erfüllt mich mit Freude.